Emilie Stahl von Schule verabschiedet

Emilie Stahl von Schule verabschiedet

Wohl der Kinder im Mittelpunkt

Für sie stand nicht nur Bildung, sondern „Herzensbildung“, was Ehrlichkeit und soziale Kompetenz beinhaltet, in ihrem persönlichen Lehrauftrag. „Mit Emilie Stahl verlässt unsere Bildungseinrichtung eine Kollegin, die viele Jahre treu zur Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule stand und im Laufe der Zeit durch ihr Markenzeichen, ihr charmantes Lächeln, zur guten Seele des Lehrerkollegiums geworden ist“, sagte Rektorin Tanja Willax-Nickl bei der imposanten Feierstunde am letzten Schultag. Gleichzeitig wurde auch ihre 4. Klasse „aus der schützenden Komfortzone“ der Waldthurner Schule entlassen.Die Schulleiterin erinnerte an die Laufbahn der beliebten Lehrerin und ließ die letzten 40 Jahre Revue passieren. Im Jahr 1975 stieg sie in ihr Lehrerdasein ein, ab 1980 war sie 35 Jahre in Waldthurn und unterrichtete Deutsch, Mathematik und vieles mehr. Sie war Sicherheitsbeauftragte der Schule und kümmerte sich um die Lehrerbücherei. Eine besondere Note verlieh sie allen Schulgottesdiensten, die sie sehr kindgerecht gestaltete.

Stationen ihrer schulischen Laufbahn waren Moosbach, Flossenbürg, Pleystein, Püchersreuth und Vohenstrauß. Die Waldthurner Schulleiterin nahm dann das Akrostichon, gebildet aus dem Vornamen der Lehrerin – EMILIE – zur Hilfe, um die Frankenrietherin kurz und bündig zu beschreiben:

E für Engagement, M für Mut, I für Idealismus im Beruf, L für Loyalität, I wie Interesse für das Wohlergehen der Schüler und E wie Energie.

Anschließend verabschiedete Willax-Nickl die Pädagogin mit einem Gedicht in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. „Es ist traurig für das Team, so jemanden herzugeben“. Auch Bürgermeister Josef Beimler dankte Stahl für die jahrzehntelange Arbeit: „Dies alles hast Du für das Wichtigste getan was wir haben – unsere Kinder“. An die Viertklässler, die nun die Waldthurner Schule verlassen meinte er, dass sie mit dem Lernen in Waldthurn die Grundvoraussetzung für das Bestehen im weiteren Leben mitbekommen hätten. „Besonders freut es mich, dass unsere Kinder freundlich sind, lächeln und grüßen“. Klassenelternsprecherinnen Regine Weig und Gisela Neuber dankten mit einem Geschenk und stellten die stets freundliche und zuvorkommende Art der Lehrerin in den Vordergrund. Auch die Kinder überreichten Geschenke und die Flötengruppe mit Lehrerin Judith Lang umrahmten die Feierlichkeiten. Bewegend war das Ende der Feier, als „Auf uns“ von Andreas Bourani eingespielt wurde, stimmte die ganze Grundschulfamilie spontan mit ein.

Verabschiedung Emilie Stahl