Amtseinführung von Frau Willax-Nickl

Amtseinführung von Frau Willax-Nickl

Schulleiterin offiziell ins Amt eingeführt –

Tanja Willax-Nickl wurde im Rahmen einer Feierstunde durch die Schulfamilie feierlich in ihr Amt eingeführt.


Gemeinsam an einem Strang ziehen – „Baustelle Schule“

Als „Baustelle Schule“ beschrieb die neue Leiterin der Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule, Tanja Willax – Nickl, bei ihrer offiziellen Einführung, ihre neue Arbeitsstelle – was durchaus positiv gemeint ist.

Die neue Leiterin wurde am vergangenen Dienstag feierlich durch Schulrat Johann Hilburger in das Amt eingeführt. Schon nach zehn Wochen Wirken an ihrer neuen Arbeitsstätte ist ihre Popularität sicht- und spürbar.
Überhaupt zeigte die Schulfamilie, dass der Leitspruch auf der Einladung zu dieser Veranstaltung “ Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich gelingen“ an der Waldthurner Grundschule gelebt wird.
Unter den Gästen waren Pfarrer Marek Baron, Bürgermeister Josef Beimler, Verwaltungsgeschäftsstellenleiter Karl-Heinz Schmidt und Bürgermeisterin Marianne Rauh aus Theisseil.
Außerdem machten der Schulleiter der Mittelschule Vohenstrauß Rektor Alfons Raab, der Elternbeirat mit Vorsitzender Rita Reil an der Spitze und die Leiterin der Kindertagesstätte, Sonja Kick ihre Aufwartung. Auch die Familie der neuen Schulchefin, war zu dieser Feierstunde am Fuße des Fahrenberg angereist.

Schulrat Hilburger verglich die Situation in den letzten Wochen an der Waldthurner Schule mit einem aufziehenden Unwetter. Mit dem Tod des ehemaligen Rektors Alfred Troidl sei eine höhere Macht spürbar geworden.
Hilburger und die ganze Festversammlung gedachten dem ehemaligen Schulleiter. So wie bei einem Gewitter, komme auch wieder eine
Schönwetterphase, bei der die wärmende Natur oft in Form eines Regenbogens zurückkehre. Dieser gelte so wie die Einführung der neuen Schulleiterin Tanja Willax – Nickl als Neuanfang. „Der Regenbogen leuchtet nun in seinen hellsten Farben für sie“.
Der Schulrat beleuchtete kurz die Vita der 41 – Jährigen. Geboren wurde sie in Weiden. Ihre eigene Grundschulzeit absolvierte sie in Tännesberg, das Abitur legte sie am Elly-Heuss-Gymnasium in Weiden ab, studiert hat sie in Bayreuth. Ihre Lehrerlaufbahn begann nach dem ersten Staatsexamen im September 1995 an der Grundschule in Falkenberg, anschließend in Großkonreuth bei Mähring. 1997
legte sie schließlich die zweite Lehramtsprüfung ab. Nach ihrer Hochzeit trat sie 1998 ihre Stelle an der Grundschule Tirschenreuth an, von 2002 bis 2003 machte sie Station an der Grundschule in Pechbrunn.
Im Jahr 2008 wurde ihre Tochter geboren, nach der Elternzeit war sie schließlich an der Hans-Schelter-Schule in Weiden bis zum Wechsel nach Waldthurn.
Hilburger forderte die neue Schulleiterin auf, sich die Freude an der Arbeit, wie auf der Einladung beschrieben, immer zu bewahren.
Anschließend überreichten Schülerinnen und Schüler jeweils eine Rose mit ihren guten Wünschen an ihre neue Schulleiterin.
„Es ist weniger wichtig, den Weg für die Kinder zu bereiten als die Kinder für den Weg“, eröffnete Bürgermeister Josef Beimler seine Ansprache. „Die Marktgemeinde hat ihre Hausaufgaben gemacht und durch die Sanierung eine schmucke Bildungseinrichtung geschaffen“, erklärte Beimler auch im Namen des Schulverbandes Theisseil-Waldthurn. Wir übergeben Ihnen das Wichtigste was wir haben – unsere Kinder.
Pfarrer Marek Baron sprach die Glück- und Segenswünsche der Pfarrgemeinde aus. Der Geistliche wünsche sich eine gute, harmonische Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche.
Auch Elternbeiratsvorsitzende Rita Reil begrüßte die neue Schulleiterin an der Waldthurner Bildungseinrichtung und freute sich auf das Zusammenwirken zum Wohle der Kinder.
Die zweite Klasse brachte mit einem Begrüßungsgedicht zum Spaß aller Beteiligten ihre Anliegen auf „waldthurnerisch“ vor. In der Beliebtheitsskala würde die Schulleiterin noch mehr steigen, indem sie im nächsten Sommer die „Hitzefrei – Tage“ erhöht. Als Einstandsgeschenk überreichten die Kinder die Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule im Kleinformat aus Süßigkeiten.
Silvia Wittmann umrahmte mit ihrer Flöten- und Gesanggruppe die Festveranstaltung und ergriff für das Lehrerkollegium das Wort. Die neue
Leiterin finde in Waldthurn das Profil einer gut entwickelten Schule mit freundlichen und respektvollen Kindern. Hier könne Willax-Nickl ihre Vorstellungen einbringen und weiterentwickeln.

Anschließend musste die neue Chefin eine „Aufnahmeprüfung“ über sich ergehen lassen. Lehrerin Margit Neumuth und die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse fühlten dabei der neuen Schulleiterin hinsichtlich ihres Wissens über die Marktgemeinde Waldthurn gehörig auf den Zahn.

„Baustelle Schule“
Schließlich kam die neue Schulleiterin selbst zu Wort. Sie nannte die Schule symbolisch eine „ständige Baustelle ohne Stillstand“. Im Frühsommer habe sie die Waldthurner Schule als Baustelle kennen gelernt und nun sei sie stolz auf dieses schöne Gebäude. „Die nächste Umbaumaßnahme ist der innerliche Umbau in mir selbst“, meinte Willax-Nickl. Hier auf unserer „Baustelle Schule“ arbeiten viele fleißige Handwerker und Akteure. Der Architekt sei das Kultusministerum mit dem verlängerten Arm des Schulrats. „Die Finanzen
erledigt die Gemeinde und ich bin der Bauleiter dieser Baustelle Schule und verantwortlich dafür, dass die Arbeiten vorwärts gehen“. Die 80 Kinder seien wertvolle Ziegelsteine mit Ecken und Kanten. Die Lehrer seien die Maurer, die die Kinder liebevoll formen und mit dem Mörtel der Bildung zusammenfügen. Die Eltern seien die Zulieferfirmen und jeder in der Schulfamilie sei ein kleines, wichtiges Rädchen im Gebilde Schule. Aber nicht der raue Ton einer echten Baustelle dürfe hier wirken, sondern das vertrauensvolle Gespräch.

Durch Veränderungen in der Gesellschaft bestehe nicht nur der Bildungsauftrag der Schule, sondern auch die Erziehung rücke immer mehr als zweite Säule in den Fokus. Die „Baustelle Schule“ dürfe nie fertig werden und das sei gut so – da dies Stillstand bedeuten würde.
„Ziehen wir gemeinsam an einen Strang und seien wir offen für Neues“, so die abschließende und zentrale Botschaft der sympathischen Schulleiterin.

 

Bild 2(fvo) Schüler der Grundschule überreichten in Gedichtform an die neue
Leiterin Rosen mit guten Wünschen für die Zukunft.